Ein Spagat

Wenn man älter wird, weiß man, dass das höchste Gut tatsächlich die Gesundheit ist. Umso mehr, wenn man Kinder UND einen Job hat. Der Spagat zwischen dem Mutter-sein und dem Beruf ist manchmal schwierig zu vereinbaren, vor allem vor dem Gewissen.
Vor 2 Wochen bekam mein Mann hohes Fieber. Ein paar Tage später war Emma krank, und zwar so richtig. Streptokokken mit Fieber bis zu 40,8 Grad. Und natürlich erwischte es dann auch Max. Ich blieb gesund bis letzten Sonntag, dann traf es auch mich. Seit 2 Wochen steht das Bad nun voll mit Medikamenten und ich kann sie nicht mehr sehen, noch möchte ich irgendetwas über Krankheiten hören.

Letztes Jahr hatten wir wirklich Glück. Ich war nur 5 Tage wegen eines kranken Kindes nicht im Büro. 5 Tage auf das ganze Jahr verteilt, und das mit Zwillingen!
Diese Jahr sieht die Lage schon ganz anderes aus, und dabei ist das Jahr erst zur Hälfte rum. 8 Fehltage wegen eines kranken Kindes, 7 Fehltage wegen eigener Krankheit. Puh! Das kann ja nur besser werden!

Wenn ich zu Hause bleiben muss, habe ich ein schlechtes Gewissen wegen der Arbeit, die im Büro liegen bleibt.
Wenn ich in der Arbeit bin und morgens ein verschnupftes, nicht ganz gesundes Kind in die Kita gebracht habe, habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass eine Mutter IMMER ein schlechtes Gewissen hat, egal wo sie ist.
Da ist wohl etwas wahres dran…

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