Nachtrag – diesmal der Letzte

Nachdem ich einige Anfragen und Kommentare bekommen habe, teilweise auch an meine Mailadresse, mit der Bitte um Aufklärung von Emmas Kita Problem, werde ich nochmal kurz etwas dazu schreiben.

Ich habe es sehr bereut, es überhaupt öffentlich zu machen, denn ich habe zwar sehr viele lieb gemeinte Kommentare bekommen, aber auch viele, die meine Posts gar nicht richtig gelesen haben und trotzdem Meinungen abgaben, die nicht okay waren.

Jeder kann auf allen Blogs schreiben und kommentieren, was er will, aber man sollte sich den entsprechenden Artikel schon richtig durchlesen.

 

Es gab von einigen ganz schrecklich schlimme Andeutungen. Andeutungen, was zwischen Emma und Anton vorgefallen sein könnte. Das hat mich zutiefst schockiert. Als ob ich eine Mutter wäre, die bei nur dem allergeringsten Verdacht auf sowas Unaussprechliches noch ihr Kind in die Kita bringen würde! Unfassbar dieser Gedanke!

Warum müssen so viele Mütter immer sofort so anklagend sein. Diejenigen haben sich meine Posts nicht richtig durchgelesen, schrieb ich doch, dass Emma tagsüber sehr gerne mit ihm spielt und beim Abholen ein sehr fröhliches Kind war.

Nun ja, es gibt zum Glück aber andere Leser, die einfach nur wissen wollten, wie die Sache ausging.

Es war so, wie ich es mir gegen Ende schon gedacht hatte. Emma hatte irgendetwas auf Anton projiziert, dass sie mit Verlustängsten verband. Nach Weihnachten, als nur er da war und sie mich nach 2,5 Wochen wieder verabschieden musste, hat sie sehr gelitten unter dem Trennungsschmerz. Und hat sich Tag für Tag mehr hineingesteigert und ihn dafür „schuldig“ gemacht. Irgendwann war das dann ein „Ritual“ in ihrem Kopf – Anton ist da, also weine ich und vermisse meine Mama.

 

Der Spuk dauerte fast 2 Monate. Auf einmal wurde es ein wenig besser. Und dann kam Flo, ein Praktikant in die Gruppe, in den sich Emma sofort „verliebt“ hat. Emma war wie früher, fröhlich, glücklich, spielte auch viel mit Anton. Auf einmal war es ihr egal, wer morgens beim Abgeben da war. 

Sie hatte es überwunden.

Flo blieb übrigens auch nur 2 Wochen, und als er ging war es auch okay.

Emma geht es gut.

 

Ich vermute, dass sie außerdem in einer ganz massiven Trotzphase war in dieser Zeit. Dass sie generell unter dem Chaos ihrer Gefühle gelitten hat.  Dass es ein Zusammenspiel von verschiedenen Dingen war.

Wir sind alle froh, dass es vorbei ist.

Vielen Dank für eure Anteilnahme….

7 thoughts on “Nachtrag – diesmal der Letzte

  1. Ich freue mich sehr für Emma, aber auch für dich! es ist immer wieder schön, wenn man als Mama weiss, dass die kleinen Spaß und Freude an kindergarten haben und sich wohlfühlen. Liebe Grüße!

  2. Vielen Dank für den Nachtrag! Ja, das habe ich auch schon festgestellt. Es gibt so Phasen. Häufig weiß ich garnicht woran es liegt und dann sind sie auch schon wieder vorbei.
    Wir müssen nicht zu allem etwas sagen, liebe Mütter! Vor allem nicht wenn es nicht zu Lösung beiträgt und noch mehr Negatives in die Welt bringt. Ich jedenfalls freu mich über jeden neuen Eintrag, danke dir für so manchen Trost und hoffe du machst weiter. Liebe Grüße

  3. Ich hab die Einträge zu dem Thema damals nicht verfolgt, weil ich selbst etwas ratlos war. Mein Kleiner hat ein ähnliches Problem mit der Betreuerin die immer nur zur Sportstunde kommt. Obwohl er Sport sehr gerne mag und am Anfang richtig begeistert war, weint er jetzt schon wenn er die ‘Tante’ sieht. Und das ist wohlgemerkt eine Frau, also man muss nicht immer sofort in diese Richtung Missbrauch ‘ermitteln’. Kinder sind manchmal schwer zu verstehen und doch finde ich das wichtigste dass du Emma immer ernst genommen hast und auf ihre Sorgen eingegangen bist. Als Mama macht man sich da vielleicht oft mehr Gedanken als das Kind selbst. Ich hab jetzt auch schon oft das Gespräch gesucht und wenn ich mein Kind daheim darauf anspreche tut er als wenn nichts gewesen wäre. Also ich hoffe dass sich das bei uns auch so schnell wieder erledigt wie es gekommen ist und wünsche euch alles Gute!

  4. Hallo Katrin.
    Ich habe eine Frage, reine Neugier, zum Thema kindergarten.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, sind Emma und Max in der selben Gruppe? Meine beiden sind das nämlich jetzt auch seit Januar. Ich hab die Einstellung, dass das kein Problem ist die Zwillinge zusammen zu lassen. Zudem es ja auch ein Pärchen ist und sich die Interessen da unterschiedlich entwickeln werden – früher oder später. Wie entwickelt es sich bei Emma und Max? Würdest du es wieder so entscheiden, und teilen sich die beiden noch ein Zimmer oder haben die Kleinen getrennte Schlafzimmer? Ich würde mich über eine Antwort freuen !

  5. Liebe Katrin

    Ich liebe Deinen Blog – Er ist ehrlich und von Herzen geschrieben. Ich lese ihn sehr gerne, denn es ist als würde eine “alte” Freundin aus Ihrem Leben erzählen. Ich hoffe, Du lässt Dich niemals abschrecken von den unpassenden Kommentaren und schreibst weiterhin so offen und lässt uns in dein Herz blicken.

    Dein Blog war es der in mir den Wunsch geweckt hat, ebenfalls zu bloggen. Auf ganz andere Art und Weise zwar – Aber dennoch hast du den Samen in meinen Kopf gepflanzt. Ich danke Dir dafür.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

  6. Liebe Tina,
    Max und Emma sind in der gleichen Gruppe in der Kita und teilen sich (noch) ein Zimmer. Beide sind glücklich damit und haben eine enge, aber nicht ZU enge, Bindung.
    Ich denke, dass es dieses Jahr soweit sein wird, dass jeder seinen eigenen Bereich haben will, dann werden wir die Kinderzimmer trennen. Im Kindergarten trenne ich sie aber nicht. Falls einer von beiden sich schulisch schneller entwickelt wird es eines Tages ohnehin soweit sein, dass sie getrennte Wege gehen. Ich warte mal ab, was da so kommt.
    Alles Liebe!

  7. Lieben Dank, Katrin! Ich bin gespannt wie und wann es bei uns kommt -und freue mich über jeden Blog, der verrät wie es bei euren Mäusen so wird.
    Danke am teilhaben lassen!

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