Nur eine Frage

Mein Mann machte einen Ausflug mit unseren Kindern.

Ihr Weg führte sie über den Ostfriedhof, zur S-Bahn.

Sie kamen an einem Grab vorbei, das reich geschmückt war. Blumen. Ein Teddy. Spielsachen. Ein kleiner Roboter.

Die Kinder stellten Fragen, mein Mann erklärte. Ja, dort liegt ein kleiner Mensch begraben. Ja, auch Kinder können sterben.

Papa, machst du mir auch ein so schönes Grab, wenn ich sterbe? fragte Emma. 

Und abends, als die Kinder schon schliefen, redete mein Mann mit mir und teilte diesen Moment.

Wir waren ergriffen und traurig. Nur eine kleine Frage. Was Kinder halt so sagen. Unbedacht.

Für Eltern ist es eine große Frage. Etwas Unaussprechliches, Unmenschliches.

Die größte Angst.

One thought on “Nur eine Frage

  1. Das ist glaube ich die größte Angst die wir alle teilen. Solche Momente lassen mich innehalten und mich erfüllt ein großes Gefühl der Dankbarkeit, dass unsere Kinder gesund und da sind.
    Aber diese Momente der Angst – das Gefühl alleine schon ist nicht in Worte zu fassen.

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