Die ersten 5 Wochen Schule

Die ersten 5 Wochen Schule sind rum. Puhh!

Nach der ersten kurzen Woche folgte die erste richtig lange Schulwoche, von Montag bis Freitag. Was für eine Umstellung im Vergleich zum Kindergarten!  Auf einmal müssen wir pünktlich sein, wir haben keinen Puffer von 20Minuten mehr, ich muss Pausenbrote bzw. zwei aufwendige Lunchboxen zubereiten und alles im Schulranzen haben, was die Kinder an dem Tag brauchen. Haben die Kinder Sport (2x die Woche) muss der Turnbeutel auch noch mit. Das ist die logistische Seite, die ist nicht allzu schwer, nur eben eine Umstellung.

Die emotionale Seite musste ich gleich in der ersten langen Woche erfahren und das hat mir schon mehr zu schaffen gemacht. Von “Angst” war da die Rede. Es gab Tränen. Und dann noch mehr Tränen und ganz klare Aussagen: Ich habe Angst vor der Schule. Ich habe Angst, mich beim Sport nicht schnell genug umzuziehen, ich habe Angst, meine Hausaufgaben nicht zu können, ich habe Angst, geschimpft zu werden. Ich habe Angst vor der Lehrerin.

Ich verstand die Welt nicht mehr, meine große, selbstbewusste und mutige Tochter brach richtig in sich zusammen und war nicht mehr wiederzuerkennen. Durch zwei Gespräche mit der (sehr lieben) Klassenleitung wurde es Schrittchen weise besser. Emma brauchte einen Menschen in der Schule, zu der sie Vertrauen haben kann, zu der sie gehen kann, wenn sie wegen etwas ängstlich ist oder Fragen hat. Dieses Gefühl hat ihr die Klassenlehrerin nun vermitteln können und Emma nutzt diese Möglichkeit sehr gut und geht sofort zu ihr, wenn sie ein Problem hat.

Was mir mehr Sorgen bereitet, ist ihre Versagensangst und ihr überzogener Ehrgeiz. Sie hat ständig Angst, etwas falsch zu machen oder etwas zu vergessen. Dabei ist sie richtig gut in allem, meldet sich viel, ist schnell und fleißig und beliebt.

Komischerweise habe ich gedacht, Max hätte eher Probleme mit der Umstellung und wäre ängstlicher oder unglücklich. Aber es ist genau anders herum, Max ist wirklich ganz entspannt, macht sich wenig Druck und ist fröhlich. Nicht immer natürlich, mal hat er auch keine Lust, in die Schule zu gehen, 1x gab´s auch Tränen, aber er macht seine Sache wirklich gut und hat auch schon einen Freund gefunden.

Ich selber habe Termine mit Elternversammlungen, Elternstammtisch und Elternbeiratssitzung, in den ich gewählt wurde.

Nachdem wir in dieser Zeit auch unseren großen Umzug ins Eigenheim hatten, war das alles wirklich ein bisschen zu viel für mich. Ich habe mich lange nicht mehr physisch und psychisch so erschöpft gefühlt. Der Umzug war körperlich wirklich wahnsinnig anstrengend, wochenlange Packerei, Planung und Vorbereitung. Dann die neuen Aufgaben und Erledigungen, die durch die Schule entstanden sind. Stress in der Arbeit und nur 3 Tage Urlaub für den eigentlichen Umzug, da alle Urlaubstage für die langen Sommerferien drauf gegangen sind. Und dann on top die emotionale Unruhe und Belastung durch Emmas Schulangst, die urplötzlich und total unerwartet kam. Und sehr viele schlechte Nächte mit wenig Schlaf und zu vielen Gedanken.

Zum Glück ist nun alles wieder im Lot, das Haus ist eingerichtet, wenn es auch noch viele kleinere Baustellen gibt, in der Schule läuft alles einigermaßen normal, wir haben schon Playdates und eine Klassenkameradin ist sogar in der Nachbarschaft, fast nebenan.

Alles wird gut.

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5 thoughts on “Die ersten 5 Wochen Schule

  1. Ich hab Euch vermisst hab schon oft an Euch gedacht wie es Euch geht .Bin froh das es bei Euch es läuft das ihr ein Altag wieder gefunden habt Ich wünsch Euch das Ihr im neuen Haus sehr sehr glücklich sein könnt Das Emma und Max jeden Tag wohler fühlen in der Schule Schön das mann wieder was von Euch gehört habt eine ganz gute Zeit wünscht euch von Herzen Silke

  2. Hallo Katrin, gehen die beiden in eine Klasse? Meine Mädels gehen nächstes Jahr und ich bin mir sehr unsicher, ob sie sich getrennt nicht vielleicht besser entwickeln. Sie konkurieren sehr schnell miteinander.
    Lg Ruth

  3. Liebe Katrin,

    gerade bin ich auf deinen schönen Blog gestoßen. Falls du Interesse an einer Kooperation im Bereich “Baby/Kind” hast, melde dich gerne bei mir (lena.kohler@webworks-agentur.de).
    Den Kommentar kannst du selbstverständlich löschen.

    Beste Grüße
    Lena

  4. Hallo Ruth, da habe ich auch sehr lange überlegt. Jetzt gehen sie in dieselbe Klasse, sitzen aber nicht nebeneinander. Wir und die Kinder sind recht glücklich mit der Lösung! LG

  5. Liebe Katrin,

    Das hört sich nach aufregenden und aufreibenden letzten Wochen an. Aber langsam wird bestimmt wieder alles ein stückweit Alltag.

    Ich bin auch vor 13 Wochen Zwillingsmama geworden. Beide Jungs sind total unterschiedlich im Charakter. Es macht aber sehr viel Spaß und die großen Geschwister lieben ihre Brüder.

    Alles Liebe und weiter viel Kraft (aber das haben wir Mütter einfach).

    Daniela

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