To do-Listen und andere Überlebenstipps Teil 1

Wenn man erfährt, dass man mit Zwillingen schwanger ist, ist das anfangs ein riesiger Schock. Wenn der Schock sich gelegt hat und langsam der Vorfreude und der Aufregung Platz macht, gesellen ich dazu aber sofort die Sorgen um die Zukunft. Nicht nur ein “Wie sollen wir das schaffen?” geistert einem durch den Kopf sondern auch ein “Wie sollen wir das bezahlen?”. Alles doppelt kaufen? Neues Auto? Zwillingskinderwagen?

Wenn mich etwas in Panik versetzt, reagiere ich immer gleich – ich flüchte mich in mein Organisationstalent, schreibe To do-Listen und versuche, sie zügig abzuarbeiten. So hat man das Gefühl, dass man sich nicht untätig in sein Schicksal ergibt, sondern aktiv etwas dafür tut, sich bald besser fühlen zu können. Meine To do-Liste sah folgendermaßen aus:

Punkt 1: Kinderkrippen. Jeder hat mal mitbekommen, dass es in München wohl schwierig sei, einen Platz in einer Krippe zu bekommen. Und ich brauche nicht 1 Platz, sondern zwei. Aber in welcher Krippe kann ich mich anmelden? und woher bekomme ich die Kontaktdaten? Nach langer Suche im Internet stieß ich auf diese Liste: http://www.muenchen.de/Rathaus/soz/jugendamt/eltern/kindertagesbetreuung/163736/index.html

Man arbeitet also diese Liste durch nach dem Stadtteil, in dem man wohnt, kontaktiert alle Krippen telefonisch und verabredet Termine zur Besichtigung bzw. Anmeldung. Manche Krippen haben z.B. jeden Montag Nachmittag eine Besichtigung, andere wiederrum nur jeden 1. Mittwoch im Monat etc. Leider gibt es da keine einheitliche Regelung. Mein Mann und ich haben uns insgesamt 3 Nachmittage frei genommen, um alle Krippen anzufahren. Nur die städtischen Krippen haben den Vorteil, dass man nur 1 besichtigt und sich dort gleichzeitig bei 6 anderen anmelden kann.

Punkt 2: das Auto. Wir hatten noch keins, da wir bis vor kurzem in einer Wohnung direkt am Marienplatz gewohnt haben und kein Auto brauchten. Nach dem Umzug nach Trudering sollte es soweit sein!  Zum Glück haben wir aber noch gewartet, denn mit Zwillingen braucht man definitiv ein größeres Auto, schließlich muß ein Zwillingskinderwagen rein passen! Wir haben uns schließlich für einen VW Caddy entschieden. Darin paßt der Zwillingswagen sogar stehend in den Kofferraum und man muß das 16kg-Ungetüm nicht jedesmal zusammenklappen.

Punkt 3: die Hebamme. Erstmal muß man sich natürlich entscheiden, wie man die Geburt erleben möchte. Wenn man der Hebamme die Verantwortung und Betreuung übertragen will, muß man nach einer Beleghebamme suchen und damit auch das passende Krankenhaus finden, denn kaum ein Krankenhaus erlaubt Beleghebammen. Ich habe meine Hebamme unter http://www.hebammenliste-muenchen.de/ gefunden. Bei ihr findet der Geburtsvorbereitungskurs statt (6 Abende, 1 Abend mit Partner), der Säuglingspflegekurs (1 Abend), die Wochenbettbetreuung und der Rückbildungskurs. Die Chemie sollte also stimmen, da man viel Zeit mit ihr verbringt!

Punkt 4: das Krankenhaus. Was gar nicht wichtig ist, ist die Entfernung zur eigenen Wohnung. Egal welcher Fall eintritt, man hat immer mindestens 1 Stunde Zeit und in den meisten Fällen sogar viel, viel mehr. Das sollte also nicht das ausschlaggebende Kriterium sein. Was wichtig ist, ist z.B. eine Säuglings-Intensivstation, wie hoch die Geburtenrate pro Jahr ist, wieviel Hebammen pro Schicht arbeiten un welchen Ruf die Klinik im Allgemeinen hat. Wenn man damit überfordert ist, hilft einem auch die Hebamme weiter. Meine Hebamme hat 19 Jahre Erfahrung in München und konnte somit einige Krankenhäuser empfehlen und von einigen auch abraten. Die Besten sind nach ihrer Erfahrung die Maistrasse, Großhadern und Harlaching. Einen guten ersten Überblick kann man sich auch hier holen: http://www.geburtstermin.de/bayern/a_muenchen.html Wenn man sich schließlich für ein Krankenhaus entschieden hat, sollte man einen Termin zur Kontrolle ausmachen und eine Kreissaalbesichtigung vereinbaren. Ich werde in Großhadern per Kaiserschnitt entbinden, dort findet z.B. jeden Donnerstag um 18 Uhr eine Besichtigung statt.

Fortsetzung folgt….

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