Eine große Liebe

Die letzten Wochen waren – wie sollte es anders sein – sehr anstrengend mit den Kindern. Sie kommen jetzt anscheinend ins Trotzalter, beide gleichzeitig. Herrlich. Sie wollen etwas, dann wieder nicht, doch eigentlich schon. Und natürlich nicht dieselben Dinge, nein, nein, das wäre ja zu einfach. Jedes Kind möchte es sofort und zuerst. Wenn nicht – Schreialarm! Auf den Boden schmeißen, kreischen, weinen, hauen, treten. Es ist die Hölle. Naja, aber das passt irgendwie nicht zum Titel, oder? Genau, eigentlich wollte ich ja was Positives erzählen.

Seit einigen Wochen merkt man, dass die zwei wirklich enge Geschwister sind. Zwillinge eben. Denn sie brauchen sich gegenseitig und vermissen den anderen, wenn er nicht da ist. Das ist relativ neu, das war die ersten 1,5 Jahre nicht so. Und es wird immer intensiver.

Vor allem Max liebt seine Schwester über alles. Wenn er etwas bekommt sagt er gleich “Emma auch!”. Er läßt ihr immer den Vorzug. Er fragt nach ihr, wenn sie nicht mehr in seinem Blickfeld ist. Er tröstet und streichelt sie, wenn sie weint (“Eiei”). Vor Kurzem haben sich die beiden das erste mal umarmt und sich dabei angestrahlt – es war ein so kostbarer Moment. Gestern haben sie sich zusammen (!!) ein Buch angesehen. Emma hat auf die Bilder gedeutet und “Das?” gefragt, Max hat ihr geantwortet.

“Das?” – “Lasta”

“Das?” – “Eia”

“Das?” – “Käsi”

Es war zum Dahinschmelzen. Eigentlich passiert zur Zeit täglich etwas, das es wert wäre, daraus einen Post zu machen, aber ich hab dafür einfach nicht die Zeit. Ich weiß nicht, wie es andere Mütter schaffen, 3-4x die Woche zu bloggen. Haben die heimlich ein Kindermädchen?

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