Schwäbische Japanerin

Meine Emma lebte in ihrem früheren Leben in Japan, wahrscheinlich in Fukuoka-Kitakyushu. Da sind mein Mann und ich uns sehr sicher.

Sie erzählt viel in ihrer Muttersprache, plappert den ganzen Tag auf uns ein. Wahrscheinlich schwärmt sie, wie schön sie es mal hatte und wie sehr sie Japan vermisst.

Ungefähr hört sich das dann so an: Itsu wann? Miihaa! Max! Ima made iroiro arigatou. Anata wa otomodachi desu. Dozo tsukete kundasai, Mama! Anata ga suki desu. Kangae-sasete kudasai! Sensei no nemae ha nan dsu ha? Kyou ha kanari ii tenki desu! Papa da?

Verstanden? Irgendwas von Max und Mama und ob der Papa bald kommt. Weißte Bescheid.

Nachdem mein Mann und ich dieser Sprache nicht mächtig sind, gibt es bei uns ein paar Verständigungsschwierigkeiten, so ungefähr alle 5 Minuten. Emma scheint das auch zu nerven, deshalb lernt sie gnädiger weise ein paar Wörter deutsch. Der japanische Akzent ist dabei aber nicht zu überhören.

Das Wort „Wasser“ klingt bei Emma so: „Wuassaa!“

„Hase“ heißt „Hassaaaa!“

„Ball“ heißt „Beij!“

Nur das „Nein“, das klingt irgendwie anders, eher schwäbisch. Gehen wir Zähne putzen und ins Bett, Emma?

„Noi, noi“ kommt es dann von ihr.

Wenn sie mal „Ha freile!“ rufen sollte, lass ich es euch wissen….

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