Ich Rabenmutter

Was habe ich nur falsch gemacht mit meinen Kindern. Das heißt, eigentlich stellt sich die Frage nicht, denn ich kenne ja die Antwort. Ich bin eine unkonsequente Rabenmutter. Das soll jetzt nicht ironisch klingen, ich meine das jetzt ernst. Ich habe keine Geduld und keine Kraft mehr, gegen den sehr starken Willen von zwei Menschen anzukämpfen, vor allem nicht, wenn diese Kämpfe jeden einzelnen Tag aufs neue ausgetragen werden müssen. Ich bin nicht konsequent. Ich bin faul. Mir sind Dinge, die mir eigentlich wichtig sind, ganz plötzlich egal, wenn der Schreipegel ins Unerträgliche angestiegen ist. Dann erlaube ich Dinge, die ich nie für meine Kinder wollte. Dann sind zwar die Kinder zufrieden, aber ich habe ein schlechtes Gewissen.

Es geht ums Fernsehen. Es geht um Süßigkeiten. Beides wollen sie eigentlich ständig haben. Und wenn ich es von Anfang an nie erlaubt hätte, wüssten sie gar nicht, was das ist. Aber sie wissen es dank meines nicht vorhandenen Durchsetzungsvermögens sehr genau und wollen nichts anderes mehr.

Ich habe schon immer viel mit meinen Kindern unternommen, jeden Tag nach der Kita gibt es noch ein kleines Programm. Im Sommer natürlich vor allem diverse Spielplätze. Im Winter je nach Wetter Umweltgarten, Schlitten fahren oder im Einkaufszentrum spazieren gehen. Montags machen wir was mit der Oma. Dienstags ist Kinderturnen, donnerstags Musikgarten. Mittwochs und freitags eines der oben genannten Dinge. Man kann also nicht sagen, dass ich meinen Kindern nichts biete.

Aber kaum sind wir zu Hause, wird gebettelt, dass der Fernseher angemacht wird. Dazu soll es bitte Smarties geben, oder Gummibärlis. Wenn ich nicht wüsste, dass diese beiden Dingen entweder der Gehirnentwicklung oder den Zähnen schadet, wäre es ja prinzipiell in Ordnung, da sie definitiv dabei sehr glücklich und entspannt sind. Das Problem dabei ist aber, dass ich es eben weiß, die beiden nicht. Ich bin in der Verantwortung, zwei kleinen Menschen die Welt zu erklären, die nicht wissen, wie schmerzhaft ein Zahnarztbesuch sein kann. Sie lassen sich beide zum Glück sehr gut die Zähne putzen, aber da finde ich ja schon wieder Ausreden. Die Frage ist doch, ab wann man eine asoziale Mutter ist, ab wann noch nicht, was normal ist, was nicht. Mir fehlen hier einfach die Vergleiche.

Ich kenne Mütter, die nur Bio kochen, immer frisch. Bei denen ein Fruchtzwerg schon als zuviel Zucker eingestuft wird. Die selber gar keinen Fernseher haben. Ich kenne Mütter, deren Kinder gar kein Interesse haben, fernzusehen. Und ich kenne Mütter, deren TV öfter läuft, die sich aber nicht ständig ein schlechtes Gewissen deswegen machen. Also, was ist normal?

 

15 thoughts on “Ich Rabenmutter

  1. Liebe Katrin,

    noch sind meine Wunderwesen nicht da, aber ich denke jetzt, so ganz Greenhorn, dass alles in Maßen richtig ist. Schließlich müssen Kinder auch den richtigen Umgang mit den Medien und auch Süßigkeiten lernen. Das zu verteufeln ist meiner Meinung nach nicht richtig, denn es gehört zu einem normalen Leben dazu. Ich denke, das Zauberwort ist eben in Maßen. Ich sehe da nichts Falsches dran.

    LG, Emma

  2. Ich finde es ganz schrecklich, dass du dich selber so schlecht machst. Du bist ein ganz tolle Mutter und solltest stolz sein auf dich in deiner Rolle und das Ergebnis: zwei liebe, fröhliche Kinder, die den Mut haben, einen eigenen Kopf durchzusetzen, weil sie keine Angst vor ihren Eltern haben, sondern wissen, dass sie geliebt werden, egal was. Das ist das Wichtigste, das du ihnen mitgeben kannst. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass sie eines Tages dastehen und dich anbrüllen “Ich hasse dich, weil du mir früher jeden Tag 10 Gummibärlis gegeben hast. Das werde ich dir nie verzeihen!”
    Ich finde auch: Alles in Maßen schadet nicht. Auch Kinder brauchen eine Auszeit nach der Kita und dem Rumtollen mit dir danach. Klar wird es Stimmen geben, die TV verteufeln und Zucker mit dazu, und noch unzählige andere Dinge, die Kinder angeblich ganz viel schaden. Aber du musst das Richtige für dich finden und dann auch selbstbewusst dazu stehen. Es ist ja nun nicht so, dass die Kinder 4 Stunden am Tag sich selbst überlassen mit 10 Tafeln Schokolade vor der Glotze sitzen während du dir ein schönes Leben machst. Eine halbe Stunde am Tag (oder 45 Minuten) ausgewähltes kindgerechtes Programm sind schon okay.
    Anstatt es negativ für dich zu behaften kannst du vielleicht die TV-Zeit als gemeinsame Auszeit für Mama und Kinder nennen. Da kriegen sie ein Stück Schoki oder was anderes Leckeres, und du nimmst dir auch einen Teller mit einer Leckerei und dann setzt ihr euch alle gemeinsam aufs Sofa, die Kids dürfen fernsehen und Mama macht daneben was, was ihr Ruhe bringt. Lesen, Emails schreiben, Zeitschriften ansehen etc. Und nach einer festgesetzten Zeit ist Schluss. Aber dann ist es was Schönes, was ihr gemeinsam macht.
    Also Schluss mit der negativen Selbstzerfleischung, die nützt überhaupt niemandem, sondern schadet nur. Dir und damit letztlich immer auch den Kindern, den nur eine Mama, der es gut geht, kann glückliche Kinder großziehen.
    Bussi!

  3. Meine beiden sind einen Tick jünger als deine (2 Jahre+3 Monate). Wir sehen auch ziemlich oft nach der Kita fern. Ehrlich gesagt locke ich sie damit manchmal auch die Treppe hoch, wenn sie mal wieder nicht laufen wollen. Und dann gucken sie eine Folge “Coco-der neugierige Affe” auf DVD. Die dauert etwa 10 Minuten. Und danach ist Schluss. Ich gehe in der Zeit schnell auf Toilette, hänge die Jacken auf und mache ihnen was zu trinken. D.h. ich brauche die paar Minuten auch um anzukommen. Dann gehen wir ins Kinderzimmer und spielen. Das funktioniert eigentlich ganz gut.
    Ich glaube, es ist nie zu spät, an der Struktur was zu ändern, wenn es einen WIRKLICH nervt. Insgesamt würd ich mir aber nicht so viele Gedanken darum machen, was andere ihren Kindern zu essen geben oder erlauben. Hauptsache Du bist mit Dir im Reinen und Deinen Kindern geht es gut. Und so wie ich das sehe hast Du tolle Kinder, auf die Du ganz stolz sein kannst!
    Lass Dich nicht entmutigen!
    Liebe Grüße
    Steffi

  4. Hallo Katrin,

    ich bin auch der Meinung, dass ein wenig Fernsehen unter Elternaugen kein Problem darstellt – Gummibärchen in Maßen doch auch nicht. Natürlich mag es die Immer-Bio-Kochenden-Eltern geben, aber solange man sich nicht verstellt, ist doch alles im Lot.

  5. Unsere beiden schauen sich mit ihren 24 Monaten auch täglich ihre Kindersendung an. Vor dem Abendbrot, damit ich In Ruhe das Essen bereiten kann. Vermutlich weil sie wissen, dass sie abends schauen dürfen, gibt es tagsüber auch kein betteln.

    Und Süßigkeiten gibt es bei uns auch. Meistens wenn wir unterwegs sind, weil es in der Eile oft einfacher ist eine Packung Kekse mitzunehmen als jedem ein Brot zu schmieren. Und trotzdem essen sie (fast) genauso gerne Obst und gesunde Sachen.

    Es ist schon sehr hart, wenn man von 2 Kleinkinder belagert wird, die unbedingt ihren Willen durchsetzen wollen. Ich ärgere mich auch oft, wenn ich dann nachgebe, was aber eigentlich nur bei Dingen passiert, die mir nur so halbherzig wichtig sind. Wenn es um eine mir wichtige Sache geht, dann geben die Knder auch schneller Ruhe, weil sie merken, dass sie diesmal keine Chancen haben. Es ist aber auch in Ordnung manchmal einfach nachzugeben, weil man einfach keine Nerven mehr für noch einen Kampf hat.

    Ich denke mit Zwillingen ist das Leben oft etwas anders und da bringt es auch nichts sich mit anderen Familien zu vergleichen.
    Und sich das Leben mit TV und Smarties zu vereinfachen ist total ok, finde ich. Dafür machst Du ja auch andere tolle Dinge mit den Kindern.

    Liebe Grüsse!

  6. Hier ein kleiner Tipp am Rande: Kaugummis mit Xylit sind auch süß, zahnfreundlich und unbedenklich. Bei uns und bei Bekannten gelten sie sogar als Süßigkeiten. Vielleicht ist das ja etwas, worauf du ausweichen kannst, wenn es zu viele Bärlis sind. Fernsehen ist etwas feines, wenn man eine arme gestresste Mama ist, und meiner Meinung nach ist es vor allem wichtig, was geguckt wird. Kinder in diesem Alter (ich hatte mal ein medienpädagogisches Seminar besucht, da ging es um das Rezeptionsverhalten von Kleinkindern) brauchen möglichst unbewegte, langsame Bilder, sie gucken auch gerne mehrmals dasselbe. Spontan fallen mir da die ARD-Sendung “tierisch gut” ein (gibt es online in der Mediathek), die Sendung mit der Maus und Lauras Stern. Und das allerbeste Rezept für gesunde Kinder sind glückliche, gesunde Mamas. Gibt es denn irgendetwas, das dir Freude macht, dass du einfach gerne machst? Mal ohne Kinder? Ganz liebe Grüße von einer Zwillingsmom, die das alles auch kennt, oha sogar.

  7. Liebe Katrin,

    mach dich doch bitte nicht immer so schlecht!! Es ist ganz schrecklich zu lesen, wie “schlimm” DU immer bist und DEINE Kinder sind… Ich denke dein Blog ist wirklich nur für dich dafür da, Luft rauszulassen und Frust von der Seele zu schreiben.

    Leider berichtest du dadurch meist nur noch negative Dinge und selten positives oder schreibst gar stolz. Du bist überfordert, bemitleidest dich ab und an unterschwellig und findest 2 Kinder eigentlich viel zu anstrengend..

    Das sollst du auch alles tun und das muss auch manchmal sein, aber bedenke.. In der Öffentlichkeit wirkt dieser Blog, dein Tagebuch, so, als würden dir deine Kinder keine Freude bereiten… Als wären sie eine riesen Last an deinem Bein. Wo ist die innige Liebe für diese wunderbaren Geschöpfe?? Die Kraft für Phasen, die auch wir und unsere Eltern als Kinder durchlebt haben?

    Lass den Kopf nicht hängen! Denk positiv. Und spann deinen Mann mehr ein!!! 😉

    Ps.: Und sei konsequenter! ;-P Auch wenns schwer fällt.

    Ganz liebe Grüße von einer stillen Mitleserin.

  8. oh, da muss ich mal gegen halten!

    lies mal länger hier im blog, dann stellst du ganz schnell fest, wie sehr katrin ihre beiden liebt und wie gut sie die beiden kennt, behandelt, wahrnimmt und beobachtet…
    auch als gute mutter hat man mal zweifel, ob das alles so richtig ist, was man tut und offen darüber zu schreiben hilft einem selbst und den lesern!

    lg meike

  9. Hallo Katrin,

    ich lese schon eine Weile deinen Blog und denke fast immer “DAS könnte ich schreiben!” Ich kann mich in deinen Gedanken und Gefühlen unheimlich gut wiederfinden. Meine Zwillingsmädchen fordern mich, wie noch nie etwas in meinem Leben (und auch ich hatte Weltreisen und stressige Jobs ;-).

    An guten Tagen denke ich: WOW, ich bin wirklich gezwungen, mich mit MIR und meinen ‘Problemen’ auseinanderzusetzen. Das ist gut so, denn dann schleppe ich meine unausgegorenen Gefühle nicht so lange mit mir herum…

    An normalen Tagen denke ich: Was mache ich eigentlich falsch? Warum kreischt sie immer so? Warum sitzen sie nicht beim Essen? Warum weint sie immer noch so furchtbar, wenn ich sie in die Kita bringe? Warum? Warum? Was kann ICH besser machen?

    An schlimmen Tagen bin ich die, die kreischt 😉

    Ich habe mich in meinem Leben in unterschiedlichen Phasen unterschiedlich gut oder ‘verbesserbar’ gefunden. Aber seit ich Mutter bin, nehme ich mich so hart ins Gericht, wie nie! Alles ist MEINE Schuld, MEINE Verantwortung, MEIN Versagen……. selten denke ich darüber nach, dass es ja auch MEIN Verdienst ist, dass diese zwei Mädchen so gesund und energetisch, so lustig und aufmerksam sind, dass sie miteinander spielen und sich lieb haben.

    Es geht sicher nicht von heute auf morgen. Wir als Zwillingmütter sind gefordert bis ans Limit und oft auch darüber. Wo bleiben denn WIR? WANN haben wir mal Zeit für uns selbst, ohne schlechtes Gewissen und Zeitdruck? Ratschläge (wie auch hier bei den Kommentaren) sind sicher gut gemeint – aber letzlich müssen sie bei dir und mir und den vielen anderen Müttern ankommen. Letzlich müssen sie von uns selbst kommen, damit wir sie annehmen können.

    Zweifelsohne bist du eine tolle, bewunderswerte, tapfere und mutige Frau! Denn sonst würdest du dein innnerstes Seelenleben nie so direkt und ehrlich hier öffentlich schreiben.

    Du hast meinen vollen Respekt und meine Solidarität! 🙂

  10. Hallo Katrin,

    durch Zufall bin ich auf diesen Blog gestoßen und seitdem schaue ich ab und an wie es denn Dir mit deinen Zwillingen geht. Ich muß gestehn, es tut mir gut zu lesen, dass ich nicht alleine bin mit meinen Problemen.

    Nachdem ich Sandras Kommentar gelesen habe, dachte ich “jetzt musst du aber dazu was schreiben”, aber Tinas Beitrag hat mir so aus der Seele gesprochen, dass ich das alles nur bestätigen kann.

    Meine beiden Jungs sind jetzt 18 Monate alt; sie sind gesund und fröhlich und bereichern unser Leben immens auch wenn es viele viele anstrengende Momente und Tage gibt, an denen ich denke ich bin jetzt fix und fertig.

    Also auch von mir vollen Respekt und Solidarität! 🙂

  11. Hallo,
    haben auch Zwillingsmädchen jetzt 3 Jahre und 4 Monate alt und es ist anstrengend. Ist die Eine auf der Spur, zickt die Andere. Schläft die Eine durch, kommt garantiert der Zwilling zu uns ins Bett und die Nacht ist zu Ende:-( Allerdings ist es auch schön wenn sie zusammen spielen und es mal möglich ist eine Seite im Krimi zu lesen. Die Mäuse gehen bereits seit sie 2 sind in die Kita und das war eine unserer besten Entscheidung. Sie haben sich so positiv entwickelt. Im Kindergarten spielen sie mit anderen Kindern und sind nicht mehr so auf sich fixiert. Auch schön zu beobachten ist die unterschiedliche Entwicklung der Mäuse. Während vor einem Jahr Marie die Forsche und Draufgängerische war, ist es jetzt umgekehrt. Livia die Stille entwickelte sich zum Feger und Marie wurde ruhiger. Bin gespannt was die Zukunft bringt.
    Aber letztlich sind Zwillinge anstrengend. Ich kann mich nicht erinnern wann ich in den vergangenen 3 Jahren mal ausgeschlafen habe…
    Abends weggehen, doer mal den Spätfilm anschauen, schaffe ich nciht mehr….spätstens um 22 Uhr bin ich fix und alle und froh im Bett zu liegen. Feiern gehen – auch kein Interesse mehr, was soll ich bis 1 oder 2 Uhr nachts feiern, wenn ich weis das die Nacht um spätstens 7 Uhr morgens wieder zu Ende ist….ne ne ne

  12. Liebe Katrin,

    mein Zwillingspärchen ist 2 1/2 und ich finde mich oft in deinen Einträgen wieder. Danke dafür! Weil du dich fragst, was normal ist, schreib ich dir einfach mal, wie es bei uns ist:

    Wir essen fast täglich nach der Kita Eis oder Süßigkeiten. Ich orientiere mich da an den Franzosen. In Frankreich bekommen Kinder jeden Tag nach Kita oder Schule Süßigkeiten. Dieser “gouter” ist eine Institution. Und schau mal, wie schlank die Franzosen sind und wie gut sie sich ernähren…

    Fernsehen dürfen meine ca. 20 Min am Tag. Mal sind es nur die 10 Min Sandmännchen, mal auch länger, damit ich in Ruhe aufräumen und Abend Essen machen kann. Es gab eine Zeit, wo das ein Automatismus war: Kaum kamen wir nach Haus hieß es : “fernsehen!” Das hat sich jetzt gelegt, ohne dass ich was daran getan hätte. Ich vermute, das sind auch Phasen.

    Alles Liebe!
    Nadja

  13. Hallo Leute, das thema Rabenmütter finde ich sehr interessant. Meine Freundin wurde erst letztens als Rabenmutter bezeichnet, weil sie windelfrei praktiziert.

    Leider gibt es auf deinem Blog kein Impressum oder eine E-Mail Adresse. Deshalb möchte ich Dich so auf unsere Blogparade zum Thema „Impfen oder nicht impfen?” aufmerksam. Es gibt natürlich etwas zu gewinnen. Es wäre uns eine Freude, wenn du mitmachen würdest. Alles Infos zur Parade findest du hier:

    http://trainyabrain-blog.com/2013/06/blogparade-juni-2013-thema-impfen-oder-nicht-impfen/

  14. Hallo zusammen,

    Vorne weg: ich habe 4 Kinder.
    Die Jungs sind 6 und 4 – die zwillingsmädchen 1,5 Jahre. Wenn ich das so lese, den Eintrag und die Kommentare, denke ich, dass man sich zu viele Gedanken macht. Auch ich mach mir meine Gedanken, habe mich früher regelrecht selbst zerfleischt, unzählige Bücher über Erziehung gekauft um den ‘richtigen’ weg zu finden.
    Auch ich kenne das Thema Fernsehen, Tablet spielen und Süßigkeiten.
    Nach all den Jahren Erfahrung mit den Kids, kommt für mich das raus: wir denken und hinterfragen zuviel. Klar, man sollte sich immer mal reflektieren, aber im Grunde macht man sich nur fertig. Was macht man richtig und was macht man falsch. Das gibt es nicht. Die Kinder freuen sich, wenn sie Fernsehen können, auch mal einen ganzen Nachmittag. Auch wenn es mal Süßigkeiten gibt, ist es kein Weltuntergang. Wir haben mal Zeit für uns und die Kinder freuen sich über ihre Zeit. Es ist eine Win Win Situation. Wir sollten endlich aufhören uns mit anderen Eltern/Menschen zu vergleichen. Jede Familie ist einzigartig, geht ihren Weg. Und auch die vorzeige-Ökonom-Familien haben ihre Schattenseiten..was hab ich davon, wenn mein Kind irgendwann mal alles nachholt, weil wir so eisern an unserer Überzeugung festgehalten haben. Nichts. Wenn die Kinder Fernsehen wollen, okay, wenn die Süßigkeiten wollen, auch okay. Wenn es täglich viel ist, dann sollte man vielleicht drüber nach denken.
    Jeder hat sein Recht auf das was er möchte und man kann das auch zu gestehen (größtenteils) – wir sollten alle bissl lockerer werden, dann denkt man nicht mehr soviel nach und ist entspannter. Denn alles andere bedeutet Stress und man wird frustriert.

    Einfach mal laufen lassen – in diesem Sinne eine gute Nacht

  15. Hallo zusammen,

    meine zwei Mädels sind 14 Monate alt und auch ich sehe mich in diesem Beitrag und in allen euren Kommentaren. Besonders Tinas Worte sprechen mir aus der Seele. Danke Tina.

    Ich möchte auch konsequent sein. Essen zu bestimmen Zeiten, schlafen zur selben Uhrzeit ohne tragen usw.
    Leider funktioniert es nicht in der Praxis.
    Ich habe dann keine Kraft und gebe nach immer mit dem Gedanken du schaffst das nicht. Das fühlt sich an wie Dauerversagen.

    Ob man es ändern könnte? Bestimmt aber ich weiß nicht wie. Somit bleibt die einzige Hilfe dieser Blog und die ehrlichen Worte die mir Mut machen das ich nicht alleine bin.

    Danke

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *