Und immer gehts ums Schlafen…

Alle werdenden Eltern wissen, dass ihnen eine schwierige Zeit bevorsteht. Goodbye schön aufgeräumte Wohnung, goodbye Backpacker-Urlaub, goodbye Spontanbesäufnis, goodbye Gammel-Sonntagmorgen, goodbye Ausschlafen, goodbye gemütliche Feierabende. Man weiss das alles in der Theorie. Wie es sich nach 3 Jahren anfühlt, ist eine ganz andere Geschichte. Man lernt, sein altes Leben loszulassen, Dinge aufzugeben, die einem wichtig waren, sich zu verbiegen und zu ändern, um den Ansprüchen der Kinder gerecht zu werden. Das geht alles irgendwie und mit der Zeit vermisst man vieles auch gar nicht mehr.

Aber der Schlafmangel. Mein Gott, dieser Schlafmangel.Ich wusste, dass das erste Jahr hart wird. Babys haben noch keinen Schlafrhythmus, wissen nicht, wann Tag und wann Nacht ist, haben nachts Hunger etc. etc. Wenn die Babys keine mehr sind, wird es besser, ist ja alles nur eine Phase. Denkste! Niemand erzählt einem, dass das noch ewig so weiter geht! Warum warnt einen denn niemand?

Wenn die Babys endlich gelernt haben, durchzuschlafen, fangen andere Probleme an. Sie werden größer, verstehen mehr vom Leben. Und verarbeiten das nachts. Sie wollen nicht mehr alleine schlafen oder haben Alpträume oder haben Wehwehchen oder wollen mitten in der Nacht spielen oder sehen im Zimmer ein Monster. Alles schon mehrmals da gewesen.

Vor allem Emma macht oft die Nacht zum Tag. Sie weckte mich weil sie ein Pflaster auf ihrem “Aua” haben wollte (ein Mückenstich!), weil sie mit Knete spielen wollte, weil sie mit meinem IPhone spielen wollte, weil sie frühstücken wollte, weil sie ein Kleid anziehen wollte. Natürlich hörte sie jedesmal ein Nein von mir, wurde wütend und dadurch ziemlich wach. Brauchte oft Stunden, um wieder einzuschlafen.

Emma kommt zur Zeit jede Nacht in mein Bett, meistens nur, um bei mir zu sein. Das ist ja dann auch okay. Aber wach bin ich trotzdem oft recht lange, wenn man mich aus dem Tiefschlaf weckt. Max kommt genauso oft zu seinem Papa ins Bett. Genau deshalb schlafen mein Mann und ich auch getrennt. 4 Personen in 1 Bett – da kann keiner wirklich schlafen.

Anderen gehts zum Glück genauso. Mütter fragen sich kaum noch gegenseitig “Wie gehts?” sondern “Wie war die Nacht?”. Nichts wird mehr diskutiert zwischen Eltern wie das Schlafverhalten der Kinder. Denn wenn man erstmal keinen Schlaf mehr hat, weiß man erst zu schätzen, wie wichtig es ist, ausgeschlafen zu sein. Menschen ohne Kinder sehen Schlaf als etwas Selbstverständliches an. Für mich ist 1 Nacht ohne Unterbrechung wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.

Ich glaube, dass das niemals aufhört, dieses ewige müde sein.

Oder doch? Ein Hoffnungsschimmer von Jemandem?

7 thoughts on “Und immer gehts ums Schlafen…

  1. Nein. Und meine sind schon fünf. Deine Geschichten sind fast identisch mit meinen. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich deinen Blog lese! Du bist nicht allein, falls dich das etwas beruhigt. Und schaffe es nie, mich mal wieder zu melden, nachdem wir aus München weggezogen sind und ein Date dort nie geschafft haben. Vielleicht wollt ihr uns ja mal in wolfratshausen besuchen komme. Mit Mann und Kind, Sorry, Kindern. Sonst melde ich mich demnächst mal ausführlicher. Schöne Grüße, kerstin

  2. sorry, darf ich mal fragen, wann es anfängt, so richtig schlimm zu werden? Meine sind erst 5 Wochen alt und bis jetzt komme ich gut zurecht und finde es noch nicht so belastend. Sie schlafen ja auch tagsüber viel und da hat man dann Zeit für anderes. Das wird sich aber bestimmt auch bald ändern, sobald sie aktiver werden…

  3. Die ersten Monate hat man noch sehr viel Energie. Kommt wohl von dem Hormonchaos im Körper. Den Energietank kann man aber nie auftanken. Irgendwann geht einem die Puste aus nach 3 Jahren. Aber man gewöhnt sich dran. Und vielleicht hast du ja auch 2 kleine Schlafwunder….? Ich wünsch es dir!
    LG

  4. Hey,mein kleiner Bruder ist 5. Und ich bin 13 und wir schlafen auch oft bei Mama und Papa,besonders der kleine hat in letzter Zeit oft Angst,kommt nkch tausend mal weil er Durst hat oder der Teddy weg ist…Baut Lego…Bei mir hat das aufgehört als ich in die kam ,da wurde ich dann müde…Schlaf immment morgens bis 7:15 und muss immer rennen;) In den Ferien oft bis 12:00 du schaffst das!

  5. Mein Mann und ich haben seit der Geburt unserer Erstgeborenen am Wochenende Schlaf-Schicht-Betrieb. Am Samstag darf der eine bis Mittag schlafen, am Sonntag der andere. Das läuft jetzt schon seit 6 Jahren und 2 Kindern so und hat sich super bewährt. 1x pro Woche richtig ausschlafen, das brauchen wir!

  6. Ihrgendwann hoert es auf. Wirklich !!! Meine sind jetzt 10 und wir haben seid 3 Jahren die Regel das wir am Wochenende bis 9.00 ausschlafen durfen. Das klappt prima. Aber ich kann mich nur allzugut an die ersten Jahre erinnern. Kinder haben 2 Jahre im Ehebett geschlafen und mein Mann im Kinderzimmer, weil wir zu muede waren um jede Nacht 100 Mal hin und her zu laufen, um am Ende doch mit 2 Kindern im Bett auf zu wachen……Jetzt schlafen beide schon lange allein und problemlos in ihren eigenen Betten. Allerdings gibt es immer mal wieder Naechte wo an Schlaf nicht zu denken ist. Spucken zb. von 0.30 bis 5.30.
    Das erste Mal ins Bett, dann beinah bis zum Klo geschafft, dann sitzt die Schwester gerade auf dem Klo und es wird ins Waschbecken gespuckt ( komplett verstopft) zum Schluss nochmal in den Flur. Um halb 6 ist dann alles aufgeraeumt, Kind getroestet und gesaeubert und Mama nach einer Nacht komplett ohne Schlaf bereit fuer den Tag !!!!
    Halt durch, es wird wirklich besser und auch einfacher und noch viel lustiger !!!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *