Mein Zwillinge-Blog

Late Talker

April8

Das sind meine Kinder nicht ganz, aber gute Sprecher sind sie auch nicht gerade.

Emma hat sich sprachlich in der letzten Zeit super entwickelt. Max allerdings nuschelt beim Reden so stark, dass selbst ich ihn nicht ganz verstehe und oft raten muss, was er sagen will. Das liegt an seinem geliebten Nulli, den er leider noch viel zu oft braucht und ohne den er im Moment noch nicht leben kann.

Vor einigen Wochen habe ich ein Schnullerbett gebaut, und habe den Kindern erklärt, dass die Nullis dort tagsüber schlafen müssen, damit sie nachts für sie da sein können. Emma hat das super verstanden, sie gibt ihren Munne freiwillig morgens bei mir ab – Max leider nicht. Nur in der Kita schafft er es, warum auch immer, den ganzen Tag schnullerfrei zu sein. Ganzen Beitrag lesen »

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Ich Rabenmutter

February10

Was habe ich nur falsch gemacht mit meinen Kindern. Das heißt, eigentlich stellt sich die Frage nicht, denn ich kenne ja die Antwort. Ich bin eine unkonsequente Rabenmutter. Das soll jetzt nicht ironisch klingen, ich meine das jetzt ernst. Ich habe keine Geduld und keine Kraft mehr, gegen den sehr starken Willen von zwei Menschen anzukämpfen, vor allem nicht, wenn diese Kämpfe jeden einzelnen Tag aufs neue ausgetragen werden müssen. Ich bin nicht konsequent. Ich bin faul. Mir sind Dinge, die mir eigentlich wichtig sind, ganz plötzlich egal, wenn der Schreipegel ins Unerträgliche angestiegen ist. Dann erlaube ich Dinge, die ich nie für meine Kinder wollte. Dann sind zwar die Kinder zufrieden, aber ich habe ein schlechtes Gewissen.

Es geht ums Fernsehen. Es geht um Süßigkeiten. Beides wollen sie eigentlich ständig haben. Und wenn ich es von Anfang an nie erlaubt hätte, wüssten sie gar nicht, was das ist. Aber sie wissen es dank meines nicht vorhandenen Durchsetzungsvermögens sehr genau und wollen nichts anderes mehr.

Ich habe schon immer viel mit meinen Kindern unternommen, jeden Tag nach der Kita gibt es noch ein kleines Programm. Im Sommer natürlich vor allem diverse Spielplätze. Im Winter je nach Wetter Umweltgarten, Schlitten fahren oder im Einkaufszentrum spazieren gehen. Montags machen wir was mit der Oma. Dienstags ist Kinderturnen, donnerstags Musikgarten. Mittwochs und freitags eines der oben genannten Dinge. Man kann also nicht sagen, dass ich meinen Kindern nichts biete.

Aber kaum sind wir zu Hause, wird gebettelt, dass der Fernseher angemacht wird. Dazu soll es bitte Smarties geben, oder Gummibärlis. Wenn ich nicht wüsste, dass diese beiden Dingen entweder der Gehirnentwicklung oder den Zähnen schadet, wäre es ja prinzipiell in Ordnung, da sie definitiv dabei sehr glücklich und entspannt sind. Das Problem dabei ist aber, dass ich es eben weiß, die beiden nicht. Ich bin in der Verantwortung, zwei kleinen Menschen die Welt zu erklären, die nicht wissen, wie schmerzhaft ein Zahnarztbesuch sein kann. Sie lassen sich beide zum Glück sehr gut die Zähne putzen, aber da finde ich ja schon wieder Ausreden. Die Frage ist doch, ab wann man eine asoziale Mutter ist, ab wann noch nicht, was normal ist, was nicht. Mir fehlen hier einfach die Vergleiche.

Ich kenne Mütter, die nur Bio kochen, immer frisch. Bei denen ein Fruchtzwerg schon als zuviel Zucker eingestuft wird. Die selber gar keinen Fernseher haben. Ich kenne Mütter, deren Kinder gar kein Interesse haben, fernzusehen. Und ich kenne Mütter, deren TV öfter läuft, die sich aber nicht ständig ein schlechtes Gewissen deswegen machen. Also, was ist normal?

 

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Engelchen und Teufelchen

February1

Mein Mäxlein…. 

Du bist nun schon 32 Monate alt und ich habe noch nie ein böses Wort über dich verloren, mich äußerst selten über dich geärgert.

Du warst so einfach, so bescheiden, immer mein „Engel“ oder mein „braves Mäxlein“. Eben ein easy Kind, entspannt und umgänglich, zurückhaltend, lustig, fröhlich.

Emma hat mich schon immer deutlich mehr beantsprucht, war in vielen Dingen komplizierter, hat einfach mehr Aufmerksamkeit gebraucht als du. Und du hast mir das nie krumm genommen, hast dich immer zurückgenommen.

Und ich habe dich richtig vermisst, ich wollte einfach mal nur mit dir allein sein, mit meinem lieben Schatz.

Diese Zeiten sind nun vorbei. Du hast dich in den letzten Wochen sehr verändert. Ich denke, dass es die Trotzphase ist. Ich hoffe es. Ansonsten würde ich mir langsam Sorgen machen. Ganzen Beitrag lesen »

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Ein großer Tag

January29

Es ist etwas Großartiges passiert, etwas ganz unfassbar Tolles…

Als ich gestern meine Kinder aus der Kita holte, kam mir Emma entgegen, zusammen mit der Erzieherin. Diese wandte sich an Emma und sagte: „Emma, du wolltest doch der Mama was erzählen..?“

Und diese guckte kurz fragend, erinnerte sich, fing an übers ganze Gesicht zu strahlen und sagte: „Mama, Emma Kacka!“ Sie war so unglaublich stolz auf sich, es war zum Dahinschmelzen…

Ich freute mich auch unbändig und lobte sie, was das Zeug hält. Meine Tochter hat also tatsächlich mit 2,5 Jahren zum ersten mal in die Toilette gemacht, aus eigenen Stücken, von ganz alleine.

Max hat noch kein großes Geschäft geschafft, aber immerhin Pippi, was er mir gestern auch unbedingt gleich noch in der Kita zeigen mußte.

Also zog ich ihm die Hose runter, den Body hoch und wollte ihm beim Toilette-gehen helfen, als er auf einmal allein sein wollte. „Mama weg!“ hieß es da aus seinem Mund, also ging ich und beobachtete ihn aus der Fenstertür, wie er da stand, halbnackt und übers ganze Gesicht grinsend, mit roten Wangen. Er wußte wohl dann doch nicht mehr wie es geht. Aber dieses Bild werde ich wohl nie vergessen, er sah so umwerfend süß, zart und so klein aus, bei seinem großen Vorhaben.

Mama ist total stolz.

Sie werden erwachsen! Morgen lernen sie Klavier spielen, am Donnerstag machen sie Abitur und am Sonntag ziehen sie aus.

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Schlaf, Kindlein, schlaf

January11

Den Kindern geht’s gut. Mein Mann und ich könnten weniger streiten, aber ansonsten läuft alles im Moment. Wir hatten sehr schöne Weihnachten bei meinen Eltern und einen gemütlichen Rutsch ins Neue Jahr.

Trotzdem bin ich total ausgepowert und einfach chronisch müde.Emma hat Schlafstörungen seit mehreren Wochen. Sie schläft ja schon seit 2  Monaten mittags nicht mehr, seither schläft sie abends sehr schnell ein, so gegen 19.30Uhr. Alles wunderbar.

Nachts wird sie aber wieder wach und liegt bis zu zwei Stunden (!!) mit großen Augen neben mir, starrt an die Decke und spielt mit ihren Schnullern. Tagsüber ist sie ganz normal, es scheint sie nichts zu beschäftigen.Ich mache mir langsam Sorgen um sie, weil sie insgesamt wirklich zu wenig schläft für ein so kleines Kind.

Max ist unglaublich. Er schläft 10-12 Std durch ohne einen Laut von sich zu geben. Mittags reichen ihm 30min Schlaf.

Seit die Kinder plötzlich nicht mehr alleine in ihrem Zimmer schlafen wollten und wir nun bei ihnen schlafen (meistens ich), ist die Stimmung bei uns zu Hause auch nicht mehr so toll. Schlafmangel belastet. Stresst. Macht launisch und ungeduldig.Es kommt mir wie ein unlösbares Problem vor.

Wie schön war die Zeit, als die Kinder alleine (!) in ihren Gitterbetten eingeschlafen sind und voll durchgeschlafen haben. Das ging ein ganzes Jahr so, und wir haben es als ganz normal hingenommen und gar nicht zu schätzen gewusst.

Ich überlege ständig, wie wir die Kinder wieder dazu bringen, alleine zu schlafen. Evtl. hilft es, ganz tolle Kinderbetten zu kaufen und das Zimmer anders zu dekorieren, mit tollen Lampen etc.

Ich weiß grade gar nicht mehr weiter, es muss sich was ändern.

 

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Zwillingstreffen – ein Aufruf

November24

Vielleicht geht es euch oft so wie mir – ihr fühlt euch isoliert, beinahe einsam. Es ist ja nicht so, dass ich keine Freunde hätte, ganz im Gegenteil. Aber es sind keine Zwillingsmütter dabei.

Deshalb fehlt mir oft der Austausch.

Evtl. können wir das ja ändern.

Ich kam durch meine Schwester und eine liebe Freundin darauf – mir fehlt was. Und zwar die Ansprache anderer Zwillingsmütter. Und ich glaube, dass ich damit nicht alleine bin, wenn ich behaupte, dass Mütter mit nur 1 Kind oft viele Dinge nicht nachvollziehen können (nicht böse gemeint), was Zwillingsmütter oft durchmachen müssen.

Wir wohnen im Münchner Osten.

Welche von meinen lieben Leserinnen hat Lust auf einen Kaffee? ;)

 

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Erste Male

November22

Heute habe ich zum ersten mal mein Kind geschlagen. Und ich hoffe, es war das letzte mal. Es waren nur 2 Schläge auf den (Windel-)Po, aber trotzdem.

Ich versinke in schlechtem Gewissen

Emma ist so tief in der Trotzphase, schlimmer kann es kaum sein (bitte nicht?).

Sie rastet wegen Kleinigkeiten aus – man macht sich keine Vorstellungen. Sie macht mir das Leben gerade so schwer. Und ich weiß, ich darf ihr nicht böse sein, denn die Trotzphase ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, dem man nicht mit Härte entgegnen sollte, sondern mit Verständnis. Das ist die Theorie.

In der Praxis läuft Emma wie heute Morgen einfach Amok. Alle 2 min. Daneben steht ein kleiner verwirrter Max und versteht die Welt nicht mehr. Ich bin hin und her gerissen, ob ich mich nun um Emma kümmern soll oder lieber Max erklären soll, dass alles gut ist. Nebenbei mich für die Arbeit fertig machen, die Küche aufräumen, Betten machen, Kinder anziehen, wickeln, Frühstück machen. Nach einer Nacht, die keine war, weil die Kinder durchgehend gehustet haben.

Vor der Kita strampelt sich Emma dann wutentbrannt von meinem Arm und läuft einfach auf die Straße. Es kam kein Auto in dem Moment. Wir hatten Glück.

Und mir ist vor Wut und Frust die Hand ausgerutscht. Obwohl sie ohnehin schon verstört, quengelig und müde war.

Was für ein schrecklicher Morgen.

 

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