Mein Zwillinge-Blog

Baby Blues

July1

Über den Baby Blues liest man ja so einiges während der Schwangerschaft. Und hofft dabei, dass es einen selbst nicht trifft. Nach der Geburt war ich so glücklich, dass ich mir sicher war, dass ich verschont bleibe. Aber pünktlich am dritten Tag – wie von sämtlichen Baby- Büchern vorhergesagt – trafen mich die Gefühle wie ein Hammerschlag und meine Welt brach zusammen. Dabei habe ich festgestellt, dass der niedliche Ausdruck “Baby-Blues” auf mich nicht ganz zutraf. Es war eine richtige Wochenbettdepression! Eine absolut tiefe, tiefe Verzweiflung, große Angst und Panikattacken und eine vernichtende Traurigkeit – diesen Gefühlscocktail muss man verarbeiten und gleichzeitig aber funktionieren, schließlich hat man zwei Babys zu versorgen. Ganzen Beitrag lesen »

Emma und Max sind da

June19

Am 10.Juni um 14.54 kam unsere Tochter Emma auf die Welt, kurz danach um 14.56 folgte ihr kleiner Bruder Max.  Wir sind seit dem 16.Juni wieder zu Hause und versuchen, uns einzugewöhnen. Die Nächte sind schlimm, die Tage besser, die Mäuse supersüß und zum Glück gesund, die Mutter hat Baby-Blues, der Papa ist der Fels in der Brandung. Weitere Details folgen bald – erst muss ich mich neu orientieren. Meine Welt steht Kopf.

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Tschüss Baby-Bäuchlein

June9

Der letzte Tag mit Kugelbauch… schön war´s mit dir! Es war schön zuzusehen, wie du wächst, jede Woche ein bisschen mehr. Zu spüren, dass Leben in dir ist und sich bewegt.  Es war schön, soviel Aufmerksamkeit zu bekommen. Jeder hat dich strahlend angelächelt und dich streicheln wollen, überall warst du der Mittelpunkt. Auch wenn du mir gegen Ende schlaflose Nächte bereitet hast, warst du wirklich etwas Einmaliges und Besonderes in meinem Leben – zum ersten und zum letzten mal. Denn eine zweite Schwangerschaft wird´s nicht geben. Deshalb Tschüss, Lebwohl und mach´s gut, liebes Baby-Bäuchlein…. vielen Dank für eine schöne, intensive Zeit mit dir.

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Das – nicht mehr – tapfere Schneiderlein

June4

So, nun ist die Zeit der ewig tapferen Katrin vorbei – es muss und darf gejammert werden. Ich habe keine Lust mehr! Zum RLS haben sich Sodbrennen und Wassereinlagerungen dazu gesellt. Meine Füße und Beine sind so voll Wasser, dass ich in keine Hose mehr passe, von Schuhen ganz zu schweigen. Meine Babys wiegen schon stolze 2500g (jedes gleich schwer), so dass also allein 5kg Kind auf meinen Lungen liegen, plus Fruchtwasser und 2 Plazenten macht das ein ordentliches Gewicht. Das Atmen fällt demnach ziemlich schwer. Ich bin also sehr ans Haus gebunden, da ich nach einigen Schritten außer Atem bin und sowieso nicht weiß, was ich anziehen sollte… Ganzen Beitrag lesen »

To do-Listen und andere Überlebenstipps Teil 1

May4

Wenn man erfährt, dass man mit Zwillingen schwanger ist, ist das anfangs ein riesiger Schock. Wenn der Schock sich gelegt hat und langsam der Vorfreude und der Aufregung Platz macht, gesellen ich dazu aber sofort die Sorgen um die Zukunft. Nicht nur ein “Wie sollen wir das schaffen?” geistert einem durch den Kopf sondern auch ein “Wie sollen wir das bezahlen?”. Alles doppelt kaufen? Neues Auto? Zwillingskinderwagen?

Wenn mich etwas in Panik versetzt, reagiere ich immer gleich – ich flüchte mich in mein Organisationstalent, schreibe To do-Listen und versuche, sie zügig abzuarbeiten. So hat man das Gefühl, dass man sich nicht untätig in sein Schicksal ergibt, sondern aktiv etwas dafür tut, sich bald besser fühlen zu können. Meine To do-Liste sah folgendermaßen aus:

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In einem Aufwasch

April23

Jedesmal, wenn jemand auf meinen – zugegebenermaßen sehr großen – Bauch guckt, meine ich immer, mich rechtfertigen oder sogar entschuldigen zu müssen.

Wie z.B. vor Kurzem beim Zahnarzt, der zu mir sagte “Jetzt ist es gleich soweit, gell?” Er guckte recht erschrocken, als ich ihm sagte, dass es noch 2 Monate dauert bis zur Geburt. Meine Entschuldigung kam aber gleich hinterher: “Es sind Zwillinge, deshalb ist mein Bauch so groß!”
Egal wem ich diese Mitteilung mache, über einen bestimmten, immer gleichen Kommentar kann ich mir sicher sein: “Super, dann haben Sie es ja in einem Aufwasch erledigt!”

Hää? Wie ist das eigentlich genau gemeint? Und warum denkt wirklich jeder, mich mit diesem Satz aufmuntern zu müssen?
Eins weiß ich sicher, der Nächste, der mir mit diesem Spruch kommt, bekommt was auf die Nase!

Die Hebammensuche

April18

Ich bin eine ganz normale Frau. Eine normale, schwangere Frau. Deshalb wundere ich mich sehr über das Buch “Die Hebammensprechstunde”. Dieses Buch hat zwar mittlerweile eine Auflage von 330 000 Exemplaren und gilt somit als eines der erfolgreichsten Bücher rund um die Geburt, aber wer nimmt diese z.T. total veralterten und meiner Meinung nach auch teilweise gefährlichen Ratschläge ernst? Eine vaginale Ultraschalluntersuchung ist fast wie eine Vergewaltigung? Der Ultraschall erschrickt das Baby mit 100 Dezibel? Man soll also sämtliche Pränataluntersuchungen ablehnen? Und die beste Geburtserfahrung hat man im Geburtshaus, da einem die Ärzte bei der Geburt im Krankenhaus ohnehin nicht helfen? Also, wie gesagt, ich kann mich über dieses Buch nur wundern! Einige Tips sind sicherlich sehr hilfreich, aber irgendwie kann ich eine Autorin, die solche Meinungen vertritt, generell nicht mehr ernst nehmen. Ganzen Beitrag lesen »

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