June3
Seit mittlerweile 3 Wochen sehen die Wochenenden immer gleich aus. Ich stehe Samstag morgens auf und finde ein vollgekotztes und vollgekacktes kleines Mädchen in ihrem Bett vor. Das heißt, manchmal merken wir es schon mitten in der Nacht, je nachdem, wie laut Emma dabei wimmert.
Sie tut mir unendlich leid, und ich bin natürlich total auf sie fokussiert, wenn es passiert. Aber mal ganz ehrlich, wenn sie dann wieder frisch gewaschen in meinen Armen eingeschlafen ist, tue ICH mir erstmal leid, warum das Ganze keine Ende nimmt, warum mir kein Kinderarzt was hilfreiches sagen kann, und warum wir wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – so ein beschissenes Wochenende vor uns haben müssen – haben wir das verdient? Ja, anscheinend haben wir. Denn es passiert immer am Wochenende. Das heißt, ich kuriere mein Mädchen wieder zu Hause aus, bringe ein gesundes Kind in die Kita und hole ein paar Tage später ein Krankes ab. Ganzen Beitrag lesen »
January18
Auch wenn alles oft schwer ist. Auch wenn ich oft nicht mehr kann. Auch wenn ich wenig Schlaf abbekomme. Auch wenn mein Mann und ich viel zu wenig Zeit für uns haben. Ich bin dankbar. Was haben wir Glück gehabt, zwei gesunde Kinder zur Welt zu bringen. Gleich zwei auf einmal. Doppeltes Glück.
Das ist ein Artikel einer sehr starken Mutter, in die man sich sehr gut einfühlen kann. Wenn ihr den Bericht gelesen habt (unbedingt alle 6 Seiten), geht zu eurem Kind, küßt es und seid dankbar. Ich bin es – aus tiefstem Herzen.
http://www.zeit.de/2012/03/Kind-Behinderung
January10
Wenn ich andere Zwillings-Blogs lese, könnte ich manchmal eine Krise kriegen. Immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Happy Family und nie überforderte oder entnervte Mütter! Deshalb wird es Zeit, mal von den Problemen zu erzählen, die man als Zwillingsmami so hat, damit die werdenden Zwillingsmütter mal wissen, was ihnen blüht.
Das Thema Krankheiten war auf diesem Blog ja leider oft ein Thema. Versteht sich von selbst, dass die Kinder sich immer anstecken und die Krankheiten schön nacheinander bekommen – man fehlt also doppelt so lange in der Arbeit. Das ist noch nicht mal das Schlimmste. Was mich wirklich am meisten beschäftigt – und das täglich – ist die Freizeitgestaltung. Ganzen Beitrag lesen »
December16
Krankenhaus Tag 1:
Windpocken! Nein, nicht die Kinder – mich hats getroffen. Die Kinder sind geimpft, was wohl die Beste Entscheidung unseres Lebens war. Wenn ein kleines Kind DAS durchmachen muss, ohne sich ausdrücken zu können, beschreiben zu können, was gerade weh tut oder juckt – ich denke es ist unvorstellbar grausam!
Diese Krankheit ist ein einschneidendesErlebnis und ich wünsche sie nicht mal den schlechten Menschen dieser
Welt! Warum sollte ich also riskieren, dass das Liebste der Welt sie bekommt? Deshalb – laßt eure Kinder impfen und impft euch gleich mit, liebe Eltern! Wo ich mich angesteckt habe bleibt wohl ein Rätsel. Niemand hat Varizellen, nicht in der Kita, nicht in der Arbeit, nicht in der Familie. Basti hat auch eine abgeschwächte Form bekommen, aber zum Glück nicht so extrem viele Pusteln wie ich. Im Moment mache ich mir große Sorgen um mein Gesicht, ich bin komplett entstellt und sehe aus wie ein Zombie. Ich bekomme eine Infusion nach der anderen.
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November4
Die letzten 2 Monate waren ganz schön hart mit euch. Obwohl ihr euch so verändert und so toll entwickelt habt, sind Mamas und Papas Nerven ganz schön strapaziert. Es verging kaum 1 Woche, in der nicht mindestens einer von euch krank war. Bisher hattet ihr diverse Erkältungen, grippale Infekte, bakterielle Ohrenentzündungen, Durchfall und zur Zeit vor allem heftige Zahnschmerzen. Ganzen Beitrag lesen »
August9
Funktionieren. Durchhalten. Weitermachen. Das sage ich mir jeden Morgen.
Es ist nicht einfach im Moment. Max hat Pseudo-Krupp. Emma hat schlimmen Durchfall und Schnupfen. Beide weinen viel, schlafen schlecht, essen nicht. Max hat Anfälle in der Nacht und hohes Fieber. Mein Mann ist nervlich am Limit, man merkt, die Elternzeit hat ihm Kraft geraubt. Die Krippeneingewöhnung wurde vorerst auf Eis gelegt wegen der Krankheit der Kinder. Und das, bevor sie für 2 Wochen schließt. Das stellt ein großes Zeitproblem für uns dar. Für mich. Denn ich werde mir mehr Urlaub nehmen müssen, um nach dem Krippenurlaub von vorne zu beginnen. Mehr Urlaub als ich nehmen sollte. Aber die Kinder gehen vor. Mit diesen Augen werde ich auch in der Arbeit gesehen. Ich bin eine Zwillingsmutter. Nicht mehr die Hauptverantwortliche Designerin im Hallhuber Donna Team. Jetzt weiß ich auch, warum ich anders gesehen werde. Jetzt sind die Kinder krank, ich werde zu Hause gebraucht, habe nur 3 Std geschlafen. Wenn Basti keine Elternzeit hätte, hätte ich nun schon 3 Tage gefehlt, denn die Kinder können mit Fieber nicht in die Krippe. Sie werden immer vor allem stehen, das Wichtigste sein. Und sie werden oft krank sein.
Ich bin ein sehr belastbarer Mensch. Ich schaffe viel und kann viel auffangen. Irgendwer hat mir mal gesagt, dass Zwillinge „nur zu starken Frauen kommen“. Das muss wohl so sein. Stark bin ich. Ich kämpfe wie eine Löwin, um überall 100% zu geben. Ich werde in der Arbeit gebraucht. Ich werde zu Hause gebraucht, von meinem Mann und meinen Kindern. Der Haushalt muss gemacht werden. In der Arbeit muss ich gestylt und gepflegt erscheinen, zu Hause muss ich gute Laune haben. Und Geduld und Nerven. Ich muss überall pünktlich sein. Der Druck ist unglaublich.
Zurzeit fühle ich mich sehr einsam. Obwohl ich nie alleine bin. Ich habe niemanden, der sich so fühlt wie ich. Der meine Probleme nachvollziehen kann. Der mir sagt, dass es besser wird. Der mir wirklich helfen kann.
Funktionieren. Durchhalten. Weitermachen. Keine Erwartungen an den Tag haben. Mehr als das ist es nicht im Moment.
September7
Monatskoliken. Ein scheußliches Wort mit noch scheußlicheren Konsequenzen. Wenn wir das endlich hinter uns haben, machen mein Mann und ich die Nacht durch und feiern bis in die Puppen! Wir hatten gehofft, dass unsere Mäuse davon verschont bleiben oder es wenigstens nur 1 Kind bekommt – denkste, es haben natürlich beide. Auf die Ausmaße ist man allerdings nicht vorbereitet, als unerfahrene Eltern wurden wir – wie wahrscheinlich alle – ins kalte Wasser geschmissen. Ich weiß noch, dass ich bei Emmas erstem Schreianfall total verzweifelt mit ihr auf dem Bett saß, nur geheult habe und mich gefragt habe, ob sie die Nacht wohl überlebt. Ehrlich, man weiß es einfach nicht besser. Man kommt mit fast ständig schlafenden Babys aus dem Krankenhaus und denkt, das geht jetzt so weiter, Babys essen und schlafen im Wechsel. Auf einmal hat man aber zwei schreiende Babys – und wie die schreien können! – und wühlt mit Verzweiflung, Frust und Ängsten im Internet auf der Suche nach Lösungen. Ganzen Beitrag lesen »