Erinnert ihr euch? 

Ich frage mich oft, was ihr über eure Kindheit denken werdet, wenn ihr groß seid. Wenn ihr erwachsene Menschen seid, die mitten im Leben stehen.

An was werdet ihr euch erinnern?

Werdet ihr sagen, dass ihr eine glückliche Kindheit hattet und es euch an nichts gefehlt hat? Ich hoffe es so sehr. Denn, wisst ihr, ich habe alles mir mögliche gegeben, um genau das zu erreichen: zwei glückliche Menschen ins Leben zu schicken, die wissen, was sie wollen, wissen, was sie können, wissen wer sie sind. Die mit Liebe und Vertrauen groß gezogen wurden und mit genau dieser Liebe an ihr Elternhaus zurück denken. Ich hoffe, ihr wisst, dass euer Elternhaus immer offen steht, dass ihr immer willkommen seid, egal was ihr tut.

Ich hoffe sehr, dass ihr euch nicht an die Streitereien eurer Eltern erinnert und auch nicht an die wütenden Ausraster eurer manchmal überforderten Mutter. Nein, diese Erinnerungen könnt ihr aus eurem Gedächtnis streichen, denn die bereue ich zutiefst. Aber so ist das Leben nun mal, wisst ihr. Es ist nicht immer nur eine große rosa Wolke. Das Leben, so schön es auch sein mag, hat auch seine Schattenseiten.

Ich hoffe, ihr erinnert euch daran, dass ich immer an eurer Seite war, Tag und Nacht, 24std in jedem Tag eures Lebens.

Ich habe euch die ersten 5 Jahre jeden Abend ins Bett gebracht und euch die Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Ich war jede Nacht euer Anker und euer Trost, wenn ihr nicht allein sein konntet. Und egal, wie wenig Schlaf ich abbekam, ich verbrachte trotzdem den Tag mit euch, machte Ausflüge am Wochenende und kochte euer Abendessen. Ich löste Probleme, wenn ihr welche hattet, ich organisierte euer Kindergartenleben und nun euren Schulalltag. Ich gehe mit euch zum Arzt, zum Schwimmkurs und zum Friseur, ich plane Playdates am Nachmittag, gehe zu Elternsprechabenden und zu Schulveranstaltungen. Ich mache jeden Tag euer Pausenbrot, kaufe euch neue Schuhe, pflege euch gesund, backe Kuchen mit euch, besorge Geschenke für Kindergeburtstage, koche euer Lieblingsessen. Ich überlege mir ein Programm für den Nachmittag, ich bringe euch zu den Sportkursen, wasche eure Wäsche, putze eure Kinderzimmer, kaufe neue Spielsachen. Ich lege euch jeden Tag euer Outfit zurecht und erinnere euch an eure Termine. Ich löse Probleme und Streitereien in der Schule, führe Gespräche und kümmere mich um eure Sorgen. Das ist, was Mamas eben tun.

Und ich tue das gerne, ja wirklich. Nur manchmal bin ich müde und erschöpft. Dann habe ich vielleicht am Sonntagnachmittag keine Lust, jetzt noch einen Ausflug zu machen, also macht Papa den alleine mit euch. Und ich hoffe inständig, dass ihr euch nicht nur daran erinnert. An die schönen Ausflüge mit Papa, bei denen ich oft nicht dabei bin. Sondern auch an die vielen kleinen Dinge, die ich für euch tue, die ich mit euch unternehme. Ich hoffe, ihr erinnert euch an die Liebe, die ich für euch empfinde.

Ich hoffe, dass ihr eines Tages zurück blickt und sagen könnt, dass ihr eine wunderschöne Kindheit hattet. Ich liebe euch über alles.

Für immer.

 

30 Minuten

Meine Maus. Gestern sind wir gemeinsam in deinem Bett gelegen, ich habe dich beim Einschlafen begleitet wie ich es so oft tue.

Ich weiß nicht genau, was das Besondere an diesem Abend, an diesen 30 Minuten war, warum er mir so sehr im Gedächtnis geblieben ist und mir so viel gegeben hat.

Wahrscheinlich, weil wir beide ganz innig waren, ganz nah beieinander und zusammen. Ohne, dass ich eigentlich schon mit 1 Auge an der Tür war, weil ich noch xy zu tun hatte oder xy machen wollte. Ich habe mich total auf dich eingelassen und die Zeit war mir egal. Du hast so süß gekichert, mit der Hand vor dem Mund, wie du es meistens machst. Dein Lachen war so ansteckend und bezaubernd. Ich habe dich gekrault und wir haben noch lange gekuschelt, unsere Gesichter ganz nah beieinander, und haben uns gesagt, wie sehr wir uns lieb haben. Du warst so entspannt und glücklich, als ich dann ging, um dich einschlafen zu lassen.

Ich vergesse im Alltag zu oft – viel zu oft – dass du noch klein bist. Erst 7, was ist das schon. Du brauchst noch ganz viel Mama-Zeit und ich muss froh sein, dass das noch so ist. Bald wirst du mich nicht mehr brauchen. Bald werde ich nicht mehr der Mittelpunkt deines Lebens sein.

Ich verspreche dir, mein Schatz, dass ich dir viel mehr von dieser vollen, 100%-igen Aufmerksamkeit geben werde in Zukunft. So lange du es möchtest.

Ich tue mein Bestes.

Ich liebe dich.

Deine Mama

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Meine Kinder und der Zahnarzt

Seitdem meine Kinder zwei Jahre alt sind gehe ich regelmäßig mit ihnen zum Zahnarzt, 2-3 mal im Jahr. Hauptsächlich deshalb, um sie daran zu gewöhnen und von Anfang an keine Angst vor dem Zahnarzt aufkommen zu lassen. Unsere Zahnärztin und ihr Team sind sensationell. Meine Kinder gehen sehr gerne zum Zahnarzt. Ja, wirklich! Sie bekommen dort nicht nur eine absolut einfühlsame Behandlung und ein Geschenk zum Abschied, sondern dürfen einen Film ihrer Wahl gucken während der Behandlung.

Ich erinnere mich, als ich Emma mal nach der Schule gesagt habe, dass wir nun zum Kinderzahnarzt müssen und sie laut jubelte: “Jaaaa! Wir gehen zum Zahnarzt!”. Alle Menschen um uns herum sahen uns total verwundert an, denn so etwas hört man sicherlich selten von Kindern.

Beide Kinder hatten bereits Karies und wurden behandelt, was sie entweder mit Lachgas oder auch mal einen Betäubungssaft super hinter sich gebracht haben. Jede Zahnreinigung wurde ohne meckern überstanden, am Ende sind die Kinder eher verwundert gewesen, dass es schon vorbei ist. Hier und da wurde auch mal ein Backenzahn versiegelt, weil beide Kinder zu Karies neigen, da die Kaufläche der Backenzähne starke Einkerbungen aufweisen. War auch nie ein Problem. Wir haben dort seit Jahren dieselbe Zahnärztin, die alle Behandlungen macht, bis auf die Zahnhygiene, diese wird von ihrem Team von Zahnarzthelferinnen erledigt.

So ging ich also vor kurzem ohne Bedenken und vollkommen entspannt mit zwei Kindern zur Zahnreinigung. Die Kinder nahmen ihre Plätze in dem Doppel-Behandlungszimmer ein, suchten sich einen Film aus, ich nahm zwischen ihnen auf einem Stuhl Platz, etwas abseits, um die Zahnarzthelferinnen nicht zu stören. Alles wie immer.

Ich sagte noch meinen üblichen Spruch auf, den ich immer (bisher unnötigerweise) vor der Behandlung sage: wie froh ich bin, dass meine Kinder gerne zum Zahnarzt gehen und dass das das Wichtigste für mich ist, deswegen bitte eventuell ein paar Trinkpausen bei der Zahnreinigung einlegen.

Ich redete mit der Zahnarzthelferin, die Maxi behandelte. Sie zeigte mir eine eventuell auffällige Stelle in seinem Mund, die mal zu Karies werden könnte und wir redeten über seine Zahnstellung generell, als ich ein Wimmern hinter mir vernahm. Emma lag mit rotem Gesicht, lautlos weinend auf ihrer Liege, während die Zahnarzthelferin weitermachte, als wäre nichts. Ich sprang auf und schrie sie an: “Hören Sie auf! Sie weint doch, sehen Sie das nicht?!” Mit einer Seelenruhe legte sie – mir kam es vor wie in Zeitlupe – ihre Geräte weg, so dass Emma endlich aufstehen konnte. Sie weinte bitterlich und schluchzte laut. Ich war fassungslos.

Während ich Emma im Arm hielt und streichelte, redete ich auf die Zahnarzthelferin ein, dass das noch nie passiert sei, das Kind noch nie geweint hätte, noch nicht mal kurz davor war, was sie nur gemacht habe?? Und warum sie nicht aufgehört hat, verdammt noch mal!

Währenddessen sagte Emma, dass sie ganz viel von einer schrecklich schmeckenden Creme im Mund hatte, die so schlimm geschmeckt hat, dass sie weinen musste. Und anscheinend hatte sie auch die Hand gehoben, wohl, um etwas zu trinken zu bekommen, was aber ignoriert wurde.

Und in einer langsamen, monotonen Sprechweise sagte die Zahnarzthelferin nur, dass DAS KIND ja wohl etwas empfindlich sei, sie habe sich ja schon am Anfang der Behandlung ein wenig ANGESTELLT und man müsse ja die Behandlung zu Ende führen können ohne STÄNDIG zu unterbrechen.

Ich habe sicherlich selten Jemandem so meine Meinung gesagt, wie zu diesem Zeitpunkt.

Am Abend beim Einschlafen sagte Emma dann den Satz, den ich noch nie hören musste und worüber ich so stolz gewesen war: “Ich will nie wieder zum Zahnarzt, Mama.”

So, liebe Zahnarzthelferin. Du hast also nicht nur bewiesen, dass du ganz schlecht in deinem Beruf bist. Dass du nicht emphatisch genug bist, um mit Kindern zu arbeiten. Dass du kein Herz hast und kein Mitgefühl. Du hast darüber hinaus einem kleinen Mädchen das Vertrauen genommen. Das Vertrauen, dass die Menschen, die ihren Mund untersuchen, nur das Beste für sie wollen und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Du hast aus einem mutigen Mädchen ein ängstliches Mädchen gemacht. Du hast Unsicherheit und Beklommenheit gestreut. Du hast einer Mutter die Ungezwungenheit genommen, mit der sie Termine beim Kinderzahnarzt gemacht hat. Zum Glück hast du inzwischen die Praxis verlassen (müssen?), so dass ich meinem Kind mitteilen konnte, dass die böse Frau (ja, du!) nicht mehr dort arbeitet.

Ich werde dir nie verzeihen.

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Hobby Anekdoten

Mein Sohnemann hat (endlich) eine Sportart gefunden, die ihm richtig Spaß macht: Badminton! Darauf wären wir nie gekommen, wenn ich nicht zufällig mal einen günstigen Schläger samt Federball beim Discounter mitgenommen hätte. Max hat damit viel gespielt und zeigte Begeisterung und Talent. Nun spielt er wöchentlich in einem Verein, hat seinen eigenen Schläger bekommen und ist ganz stolz darauf. Und – er spielt in der Halle, in der ich als Kind mal eine Tanzaufführung hatte, da war ich nur ein paar Jahre älter als er jetzt ist. Ich stand da ganz hinten, unter dem Basketballkorb und meine Mama sah mir auf der Tribüne zu…. Jetzt spielt mein Sohn dort Badminton und ich bin die Mama, die zusieht.

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Meine Kinder lernen jetzt Gitarre, also eigentlich Ukulele, und sind da auch mit recht viel Begeisterung dabei. Es hört sich noch alles ziemlich schräg an, aber das wird wohl hoffentlich mal besser werden? Im Moment höre ich keinen Unterschied zwischen “Kommt eine Vogel geflogen” und “Wer will fleißige Handwerker sehen”, aber sie haben ja auch erst vor 1 Monat mit dem Unterricht begonnen, die Hoffnung stirbt außerdem bekanntlich zuletzt. Zusätzlich gehen sie in den Schulchor, weigern sich aber, die dort erlernten Lieder zu Hause vorzusingen.

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Emma geht bereits seit der 1.Klasse zusammen mit ihrer besten Freundin ins Ballett. Bald findet die erste Aufführung statt, es wird also fleißig geprobt. Ich hoffe, sie bleibt dabei. Es war immer mein Traum, Ballett zu tanzen, ich bewundere diesen Tanz so sehr. Meine Zeit ist dafür lange abgelaufen, aber Emma kann etwas daraus machen, sofern sie denn will.

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Angesteckt vom Papa sind wir mittlerweile eine richtige Läufer Familie geworden! Diesmal haben wir sogar alle vier am selben Lauf teilgenommen, mein Mann 10km, ich 5km und meine Mäuse 1km. Für die Kinder war es bereits der 5.Lauf und wie man sieht, hatten sie großen Spaß dabei.

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Dass Emma sehr viel und sehr gut malt ist kein Geheimnis auf diesem Blog. Mittlerweile hat sie aber eine andere Ebene erreicht, wie ich finde. Ich habe ihr 2 kleinere Leinwände gekauft und besondere Stifte (Brush Pens) und sie begann einfach, drauf los zu malen, sie hatte sofort eine Idee, ohne lange zu überlegen. “Das ist ein Wasserfall, Mama.” Ich bin immer noch sprachlos, das Bild ist so toll, nicht wahr?

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Max sammelt Steine, genauer gesagt, Mineralien und Edelsteine. Er kennt fast alle ihre Namen, sammelt sie in einem Setzkasten und behütet sie wie einen großen Schatz. Ein schönes Hobby, wie ich finde, er lernt dabei viel und man kann ihn ganz leicht beschenken… 🙂

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P.S.: dieser Post ist sicherlich wenig spannend für euch, aber ich wollte ihn für mich als Erinnerung schreiben, wann meine Kinder was erlernt haben bzw. welche Hobbys sie hatten/haben. Denn ich bin dabei wirklich glücklich gerade. Sie entfalten sich so schön, lernen soviel Neues und es macht einfach Spaß ihnen dabei zuzusehen. Ich bin wirklich stolz, zwei so tolle Kinder zu haben…

Vom Glauben und der Wahrheit

„Jetzt solltet ihr bald eure Wunschzettel an das Christkind schreiben, sonst weiß es nicht, was es unter den Baum legen soll an Weihnachten“, sage ich heute auf dem Weg mit den Kindern zur Schule. Stille. Dann die Frage von Emma:

„Mama, gibt es das Christkind wirklich?“

Oh nein, nicht jetzt und nicht heute, denke ich. Das kommt mir jetzt gar nicht gelegen, ich muss zur Arbeit! Wie oft habe ich mir schon überlegt, wie ich es den Kindern beibringe, dass Alles, an das sie glauben, nur eine erfundene Geschichte ist! Das Christkind, der Nikolaus, der Osterhase. Die Zahnfee hatten wir zum Glück schon erledigt, die wurde entlarvt, als die Kinder in der Schule davon erzählten und leider von älteren Kindern ausgelacht wurden. Zahnfee existiert also in Wahrheit nicht, na gut. Damit konnten sie ganz gut leben.

Aber das Christkind und der Osterhase? Das ist bestimmt eine andere Dimension, dachte ich immer, und schob das Thema weit von mir weg. Nicht aus Angst, sie könnten enttäuscht sein, dass wir sie angeschwindelt haben. Nein, ich wollte mir diesen kindlichen Glauben erhalten, das Leuchten in den Augen, die Aufregung, ob das Christkind schon da war oder sie den Osterhasen im Garten hoppeln sehen. Der Zauber dieser besonderen Tage im Jahr und die Fähigkeit von Kindern, diesen Zauber vollends aufzunehmen und voller Vorfreude auf diese Tage zu warten!

Und nun das.

2 Minuten, bevor wir bei der Schule ankommen.

Ich Idiot muss ja auch unbedingt mit dem Wunschzettel anfangen, verdammt!

Ich winde mich ein wenig und antworte mit einer Gegenfrage:

Was meinst du denn, Emma, glaubst du an das Christkind?“

Ich versuche den alles-ist-richtig-du-kannst-an-alles-glauben-wenn-du-es-nur-willst Ansatz, aber der geht leider nach hinten los.

„Darum geht´s nicht, Mama. Gibt es das Christkind wirklich? Also, in echt? Sag mir jetzt die Wahrheit, Mama!!“

Die Wahrheit. Sie fragt mich nach der Wahrheit. Jetzt also ist es soweit. Aus der Nummer komme ich nicht mehr raus. Was für ein beschissenes Timing.

Gleich bricht die Hölle über mir ein, zwei weinende Kinder, enttäuschte Gesichter, Vorwürfe, Tränen, Geschrei. Im Auto sitzend vor der Schule. Mein absolutes Lieblingsszenario. Super.

Ich hole also tief Luft, wappne mich.

„ Also, meine Mäuse, ihr seid ja jetzt schon so große Kinder. Jetzt ist es wohl soweit, dass ich euch sage, dass das Christki ……“

„ Also, ich glaube, dass du die Geschenke versteckst, vielleicht im Bad oder so. Auf jeden Fall machst du das, und Papa auch. Und du kaufst natürlich nur die Geschenke, die wir uns gewünscht haben. Und dann legt ihr sie unter den Baum, das machen immer die Erwachsenen, die Kinder warten dann so lange oben. Stimmts, Mama?“ sprach das Tochterkind.

„Und Opa ist der Nikolaus!“ posaunt Max dazu.

Zwei fröhlich grinsende Kinder, die gerade ein Geheimnis aufgedeckt haben. Zwei verschmitzte, kleine Grinsebacken sitzen da hinter mir im Auto! Von wegen Tränen! Wo ist die vollkommen verständliche Erschütterung über diese neue Erkenntnis? Wo ist die Trauer über ihren Verlust?

„Ooookayyy, also das stimmt dann jetzt wohl alles“, sage ich vorsichtig, aber da hüpfen sie schon aus dem Auto und erzählen mir, dass Anna heute Muffins in die Schule mitbringt und deswegen sei dieser Tag ihr Glückstag.

Kinder sind so einzigartige Geschöpfe.

Und wie sehr ich sie liebe.

Und plötzlich fällt mir ein, dass ich mit diesem Geständnis all meine Druckmittel verloren habe. Kein schimpfender Nikolaus, kein Krampus, kein verschreckter Osterhase.

Oh Mann.

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Sommer 2017

Vor einem Jahr habe ich Rotz und Wasser geheult, als meine Kinder ihren letzten Kita-Tag hatten. Es folgte ihr erster, langer Sommer voller Vorfreude auf die Schule.

Nun haben sie ihr erstes Zeugnis bekommen und haben die erste Klasse geschafft.

Ich kann mich noch erinnern, wie aufgeregt ich an meinem ersten Elternabend war. Oder vielleicht weniger aufgeregt, aber unsicher. Ich kannte Niemanden. Der Kindergarten war in einer ganz anderen Ecke Münchens, und so mussten wir alle von vorne anfangen, meine Kinder neue (Schul-)Freunde finden und ich neue Mamas. Dass meine Kinder ausgerechnet Freunde finden, deren Mütter auch noch nett sind und mit mir auf einer Wellenlänge sind, das hatte ich gar nicht zu träumen gewagt. Nett ist unsere kleine Mütter-Gemeinschaft, die sich jeden Tag vor der Schule trifft, um die Kinder abzuholen. Eine sehr nette Mama-Runde, eine hervorragende Lehrerin, liebe Freunde, eine tolle Schule. Nein, ich kann mich wirklich nicht beklagen.

Ich hoffe nur, dass das zweite Schuljahr nicht so emotional wird, wie das erste. Es gab so viel zu verarbeiten, so viel zu lernen, sowohl für die Kinder, als auch für mich. Ich hatte keinen Schimmer, was da emotional auf mich zukam, als das Schuljahr los ging. Meine Kinder haben in diesem Jahr Ängste entwickelt, auf die ich nicht vorbereitet war. Eines meiner Kinder setzt sich noch dazu einem solchen Leistungsdruck aus, dass es einen normalen Grenzwert überschritten hat. Diesbezüglich werde ich mich wappnen müssen für das zweite Schuljahr, denn dann gibt es Noten. Der Druck wird erhöht und mein Kind wird damit klar kommen müssen. Aber jetzt weiß ich wenigstens, womit wir es zu tun haben. Ich bin emotional vorbereitet.

Mein Sohn musste zweimal zur Direktorin, um sich zu entschuldigen. Auch das hatte ich nicht erwartet. Zu Hause ist er ein so zurückhaltendes Kind, er macht nie etwas absichtlich kaputt oder heckt schlimme Streiche aus. Aber er lässt sich gerne überreden, bei Quatsch mitzumachen, dass wusste ich bereits aus meinen Erfahrungen aus der Kita. Aber ich dachte, die Schule sei eine erheblich größere Autorität, so dass er sich weniger traut, etwas anzustellen. Pustekuchen, das sieht er wohl nicht so. Beide Male hat er wohl nur dabei gestanden und zugesehen, wurde nicht aktiv, dennoch… Er muss noch lernen, was Recht und Unrecht ist und wann er sich aus einer Situation herausnimmt, auch wenn es nur Lausbubenstreiche waren.

Ich selbst wusste auch nicht wirklich, was organisatorisch auf mich zukommt, was man fast täglich zu tun hat als Mama von zwei Schulkindern. Da sind so viele Dinge, an die man denken muss, so viele kleine und große Handgriffe.

Aber nun gehöre ich ja zu den “erfahrenen” Schulmamis, nun ist es Routine. Und ich freue mich sehr auf das neue Schuljahr, auf das, was meine Kinder lernen werden, mir erzählen werden, was sie erleben und ich mit ihnen.

Nun haben wir noch einen Rest Ferien, die wir in Italien und anschließend in einem Kinderhotel in der Nähe verbringen werden. Die Vorfreude ist natürlich groß, auch wenn die Ferien bisher schon recht schön waren.

Die Kinder waren die ersten Tage oft bei Oma untergebracht, dann in einer tollen Ferienbetreuung und nun ein paar Tage bei Oma und Opa in Tirol. Mein Mann und ich schnuppern gerade das “alte Leben”. Die Freiheit. Und nein, ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich sage, wie herrlich diese Freiheit ist! Gestern bin ich nach der Arbeit einfach zur Thaimassage gefahren, einfach so! Montag gönnte ich mir nach der Arbeit eine Pediküre und war shoppen. Morgen kommen meine Mäuse zurück, also werde ich mir für heute noch was einfallen lassen. Friseur? Kino? Essen gehen? Was für ein Luxus, sich solche banalen Fragen zu stellen. Ich genieße wirklich jeden Moment. Ich bin keine Rabenmutter, nein. Aber ich bin das erste Mal allein zu Hause, ohne Kinder, für mehrere Tage. Das kenne ich nicht, und ja, es fühlt sich gut an!

Ich bin immer für meine Kinder da, Tag und Nacht, seit 7 Jahren. Ich liebe sie über alles. Und es ist schön, dass ich sie vermisse.

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Partytime!

Eure Geburtstagparty mit all euren Freunden war am Samstag. Wir hatten das perfekte Wetter, es war nicht zu heiß, nicht zu kalt und den ganzen Tag trocken.

8 Kinder waren geladen, mit euch beiden waren es also 10 energiegeladene Partymäuse! Ich hatte ausmalbare Tischsets besorgt, die ihr ausgemalt habt, bis endlich alle da waren, dann gab es Kuchen und ein spontanes Kirschkerne-Weitspucken. Papa hat eine ganz tolle Schatzsuche für euch vorbereitet, das war die Hauptattraktion des Tages. Die Schatzsuche dauerte mit Rückweg fast zwei Stunden und war ein voller Erfolg. Wieder zu Hause, total erledigt und erschöpft, haben sich alle über das Eis hergemacht während ihr beiden Geburtstagskinder die Geschenke aufgemacht habt.

Danach haben wir diverse Spiele gespielt: Süßigkeiten-Memory, Äpfel schnappen, Eiswürfelwanderung und Süßes an der Schnur. Dazwischen wurde immer mal wieder im Garten herumgetobt und fangen gespielt. Am Ende gab´s dann Pizza und die Tischsets wurden weiter bemalt, langsam kehrte ein bisschen Ruhe ein. Um 18.30 wurde dann der letzte Gast abgeholt, ihr beide durftet fernsehen, während Papa und ich das Chaos beseitigt haben.

Ihr hattet einen tollen Tag mit euren Freunden – dafür hat sich der Stress gelohnt.

Mama und Papa lieben euch über alles!